Fingerspiele für den Winter

Der Winter ist eine magische Zeit, die Kinder mit Schnee, Frost und gemütlichen Momenten begeistert. Fingerspiele sind in dieser Jahreszeit eine wunderbare Möglichkeit, Kinder in der Krippe, Kita oder im Kindergarten spielerisch zu fördern. Sie verbinden fantasievolle Reime mit Bewegungen, die Feinmotorik und Sprachentwicklung unterstützen. Egal ob Schneeflocken tanzen, Eiszapfen glitzern oder der Schneemann entsteht – Fingerspiele für den Winter schaffen Momente voller Spaß, Kreativität und Lernen.

Drei Winter-Fingerspiele mit Bewegungsanleitung

Die folgenden drei Fingerspiele stehen als Bildkarten bereit, jeweils mit dem kompletten Text und der passenden Bewegung zu jeder Zeile. Du kannst sie direkt am Bildschirm mitlesen oder ausdrucken und laminiert in die Themenkiste legen. Darunter findest du zu jedem Spiel eine kurze Anleitung aus der Praxis: für welches Alter es passt, was es fördert und welche Abwandlungen sich bewährt haben.

Bild erstellt mit Midjourney

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Fünf Finger frieren

Der Klassiker für den Winter-Morgenkreis, und für viele Gruppen das erste Fingerspiel der kalten Jahreszeit. Die Geschichte ist schnell erzählt: Fünf Finger stehen im Schnee, der Frost zwickt, dann kommt der rettende Handschuh und am Ende wird geklatscht. Die Dramaturgie mit Anspannung und Erlösung funktioniert schon bei Zweijährigen, weil die Kinder das Frieren und Aufwärmen körperlich nachvollziehen. Schön daran: Die Bewegungen sind groß und eindeutig, Spreizen, Wackeln, Faust, Klatschen. Kein Kind muss mitmachen, Zuschauen ist auch Teilnehmen, und spätestens beim Klatschen sind fast alle dabei. Passt wunderbar vor dem Rausgehen, wenn die Handschuhe ohnehin gerade Thema sind.

Schneeflocken schmelzen

Ein ruhiges Fingerspiel mit einem zarten Spannungsbogen: Eine Flocke landet, kitzelt und ist schwupp wieder fort, bis die Sonne kommt und alle Arm in Arm kuscheln. Das Kitzeln an den Fingerspitzen ist der Moment, auf den die Kinder warten. Gerade für die Krippe eignet sich dieses Spiel gut, weil es kurz ist und mit sanften Berührungen arbeitet. Tipp aus der Praxis: im Winter auch mal mit echten Schneeflocken am Fenster spielen, da bekommt die Zeile vom Schmelzen plötzlich eine echte Bühne.

Schneeflocken tanzen

Hier tanzen fünf Schneeflocken im Wind, landen auf der Hand und schmelzen davon. Das Spiel lebt von den fließenden, wellenförmigen Bewegungen und ist damit das ruhigste der drei, fast eine kleine Entspannungsübung. Es passt gut ans Ende des Morgenkreises oder vor dem Mittagsschlaf. Wer mag, spielt es zweimal hintereinander: erst mit großen Armbewegungen im Stehen, dann ganz leise nur mit den Fingern. Was Erwachsene langweilt, gibt Kleinkindern Sicherheit, deshalb darf genau dieses Spiel ruhig wochenlang jeden Tag drankommen.

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Fingerspiel zu Weihnachten: Ideen für die Adventszeit

Ab Ende November wandern die Winter-Fingerspiele fast von selbst in Richtung Advent. Du musst dafür kein neues Spiel lernen, oft reicht ein Tausch der Bilder: Aus der Schneeflocke, die auf der Hand landet, wird ein Weihnachtsstern, aus dem frierenden Finger ein Wichtel, der sich in der Mütze versteckt. Kinder lieben es, bekannte Spiele in neuem Gewand wiederzuerkennen.

Drei erprobte Ideen für den Advents-Morgenkreis: Lass fünf Finger als Kerzen leuchten und puste sie nacheinander aus, bei jeder Kerze wird es eine Spur leiser in der Runde. Verstecke einen kleinen Stern in einer Faust und lass die Kinder raten, in welcher Hand er wohnt. Oder spiele das Schneeflocken-Spiel mit einer Glitzerflocke aus Papier, die am Ende feierlich in die Kreismitte gelegt wird. Mehr Ideen für die gesamte Adventszeit findest du auf den Seiten Weihnachten im Kindergarten und Adventskalender in der Kita.

Fingerspiele im Winter für Krippe und U3

Für die Jüngsten gelten drei einfache Regeln. Kurz: Vier bis sechs Zeilen reichen völlig, lieber zweimal spielen als einmal zu lang. Langsam: Jede Bewegung braucht bei U3-Kindern doppelt so viel Zeit wie bei den Großen, die Hände wollen erst gefunden werden. Und wiederholen: Dasselbe Spiel jeden Tag zur selben Zeit, über Wochen. Die stille Phase am Anfang ist normal, viele Krippenkinder schauen lange nur zu und spielen zu Hause plötzlich alles nach.

Von den drei Spielen oben eignet sich Schneeflocken schmelzen am besten für die Krippe: wenige Zeilen, sanfte Berührungen, klares Ende. Bei Fünf Finger frieren kannst du für U3 einfach die mittleren Zeilen weglassen und nur frieren, Handschuh und Klatschen spielen. Mehr für die Altersgruppe findest du bei den Kreisspielen für die Krippe.

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So führst du ein neues Fingerspiel ein

Ein neues Fingerspiel braucht keinen großen Auftritt. Spiel es im Morgenkreis einfach einmal vor, ohne Erklärung, ohne Aufforderung. Am zweiten Tag machen die ersten Hände mit, am dritten sprechen einzelne Kinder Zeilen mit, nach einer Woche gehört das Spiel der Gruppe. Erklären hilft dabei erstaunlich wenig, Vormachen ist alles.

Bewährt hat sich ein fester Platz im Ablauf, etwa direkt nach dem Begrüßungslied. Lieber ein starkes Ritual als fünf halbe: Ein einziges Winter-Fingerspiel, das sicher sitzt, trägt durch die ganze Saison. Viele weitere Rituale, Spiele und Ideen für die kalte Jahreszeit findest du bei den Morgenkreis-Ideen für den Winter.

Fingerspiel im Kindergarten


Winterlieder für den Kindergarten
Wintergeschichten für Kita-Kinder

Du suchst Fingerspiele für eine andere Jahreszeit? Alle elf Karten für das ganze Jahr, von Frühling bis Winter, findest du gebündelt bei den Fingerspiele im Kindergarten.

Häufige Fragen zu Fingerspielen im Winter

Welche Fingerspiele passen in den Winter?

Alles rund um Schnee, Frost, warme Hände und Tiere im Winterschlaf funktioniert. Bewährt sind Spiele mit klarem Gegensatz von kalt und warm, wie Fünf Finger frieren, weil Kinder das Frieren und Aufwärmen körperlich kennen. Ab Ende November kommen Advents-Motive wie Kerzen, Sterne und Wichtel dazu.

Ab welchem Alter kann man Fingerspiele im Winter spielen?

Ab etwa einem Jahr schauen Kinder gebannt zu und ahmen erste Bewegungen nach, das Zuschauen gehört ausdrücklich dazu. Ab zwei Jahren machen die meisten Hände mit, ab drei sprechen Kinder ganze Zeilen mit. Für die Krippe gilt: kurze Spiele, langsame Bewegungen, viel Wiederholung.

Wie oft sollte man dasselbe Fingerspiel wiederholen?

Deutlich öfter, als es sich für Erwachsene richtig anfühlt. Kleine Kinder lieben die Wiederholung, weil sie Sicherheit gibt und jedes Mal ein Stück mehr Mitmachen möglich macht. Ein Fingerspiel darf ruhig über Wochen jeden Tag im Morgenkreis drankommen, gewechselt wird erst, wenn das Interesse spürbar nachlässt.

Wo finde ich weitere Fingerspiele und Winterideen für die Kita?

Auf dieser Website gibt es frei verfügbare Sammlungen für alle Jahreszeiten, etwa die Fingerspiele zum Herbst und die Morgenkreis-Ideen für den Winter. Eine große Sammlung mit über 1500 fertigen Ideen für das ganze Kita-Jahr findest du im Kita-Ideen Paket.