Reimwörter für Kinder: Listen und Reimspiele für Kita und Vorschule
Haus und Maus, Topf und Kopf, Kuh und Schuh: Mit solchen Paaren fängt Reimen in der Kita an. Auf dieser Seite findest du Reimwörter für Kinder nach Schwierigkeit sortiert, von einfachen Paaren für Dreijährige bis zu kniffligen Wörtern für Vorschulkinder, dazu Reimfamilien zum Weiterreimen und Reimspiele, die im Morgenkreis keine Vorbereitung brauchen.
Warum Reimen in der Kita so wichtig ist
Wer reimt, hört genau hin. Kinder müssen dafür vom Sinn eines Wortes absehen und nur auf seinen Klang achten: Haus und Maus haben nichts miteinander zu tun, klingen aber am Ende gleich. Genau diese Fähigkeit, Sprache als Klang wahrzunehmen, gehört zur phonologischen Bewusstheit und ist eine der Grundlagen, auf denen später Lesen und Schreiben aufbauen.
Das Schöne daran: Reimen fühlt sich für Kinder nicht wie Üben an. Es ist Spiel, es ist oft komisch, und es klappt nebenbei, beim Aufräumen, im Morgenkreis oder auf dem Weg in den Garten. Ein paar Minuten am Tag reichen.
Einfache Reimwörter für Kinder ab 3 Jahren
Für den Anfang eignen sich kurze Wörter, die Kinder kennen und am besten auch anfassen oder zeigen können. Ein Gegenstand aus dem Gruppenraum plus ein Reimwort, das ist für die Kleinen schon eine Entdeckung.
- Tiere: Maus und Haus, Hase und Nase, Kuh und Schuh, Schwein und Bein, Fisch und Tisch, Katze und Tatze
- Zuhause: Topf und Kopf, Dose und Hose, Kanne und Pfanne, Socke und Glocke, Bett und nett
- Draußen: Baum und Traum, Ball und Stall, Sand und Hand, Sonne und Tonne, Rad und Bad
Fang mit Paaren an, bei denen nur der erste Laut wechselt. Maus und Haus sind leichter als Rakete und Trompete, weil der Rest des Wortes gleich bleibt.
Reimwörter-Liste: Reimfamilien zum Weiterreimen
Eine Reimfamilie ist eine Gruppe von Wörtern mit demselben Endklang. Sie eignet sich gut, um im Kreis reihum weiterzureimen: Jedes Kind findet ein neues Wort, und erfundene Wörter zählen auch.
- -aus: Haus, Maus, Laus, raus, Strauß
- -and: Hand, Sand, Band, Land, Wand, Strand
- -all: Ball, Stall, Knall, Fall, Schall
- -opf: Topf, Kopf, Knopf, Zopf
- -aum: Baum, Traum, Schaum, Raum
- -ein: Bein, Schwein, Stein, klein, fein
- -ocke: Socke, Glocke, Locke, Flocke
- -anne: Kanne, Tanne, Pfanne, Wanne
- -ase: Hase, Nase, Vase, Blase
- -atze: Katze, Tatze, Glatze, Matratze
- -onne: Sonne, Tonne, Wonne
- -uh: Kuh, Schuh, zu, du
Die Liste kannst du ausdrucken und in den Morgenkreis-Korb legen. Wenn eine Runde ins Stocken gerät, reicht ein Blick auf die nächste Familie.
Reimwörter für Vorschulkinder: schwierigere Paare
Im letzten Kita-Jahr dürfen die Wörter länger werden. Zweisilbige Reime verlangen mehr Hörarbeit, weil Kinder die betonte Silbe und das Wortende gleichzeitig vergleichen müssen.
- Rakete und Trompete
- Schnecke, Decke und Ecke
- Kröte und Flöte
- Biene und Schiene
- Nudel, Pudel und Strudel
- Leiter und Reiter
- Garten und warten
- Hummel und Bummel
- Kuchen und suchen
- Wagen und Kragen
- Teller und Keller
Ein guter Test für Vorschulkinder: Sag zwei Wörter und lass die Kinder entscheiden, ob sie sich reimen. Bei Rakete und Tomate wird es spannend, denn die klingen ähnlich, reimen sich aber nicht.
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Reimspiele für den Morgenkreis
Diese Spiele funktionieren ohne Material oder mit dem, was ohnehin im Gruppenraum liegt:
- Reimball: Du rufst ein Wort und wirfst einem Kind den Ball zu. Es fängt und antwortet mit einem Reimwort, dann wirft es weiter.
- Reimsäckchen: Ein Stoffbeutel mit Gegenständen, die sich paarweise reimen, etwa Socke und Glocke, Dose und Hose (eine Puppenhose reicht). Die Kinder ziehen und suchen den Partner.
- Welches Wort passt nicht? Du sagst drei Wörter, zwei reimen sich: Haus, Maus, Ball. Die Kinder rufen das Wort, das nicht dazugehört.
- Reimpaare-Memory: Bildkarten, bei denen nicht gleiche Bilder ein Paar sind, sondern Bilder, die sich reimen. Selbst gemalt geht das schnell.
Mehr Spiele rund um Laute, Silben und Wörter findest du bei den Sprachspielen für den Kindergarten.
Quatschreime sind erlaubt
Wenn ein Kind auf Maus mit „Daus“ antwortet, hat es alles richtig gemacht. Es hat den Endklang erkannt und neu kombiniert, und genau das ist die Fähigkeit, um die es geht. Fantasiewörter sind beim Reimen kein Fehler, sondern ein Zeichen, dass das Kind das Prinzip verstanden hat. Kinder lieben Quatschreime, und über ein „Krokodaus“ lacht die ganze Gruppe.
Zu korrigieren gibt es nur dann etwas, wenn das Wort nicht reimt. Dann hilft es, beide Wörter langsam nebeneinander zu sprechen und zu fragen: „Hörst du, wie sie am Ende klingen?“
Reimen nach Alter: was mit 3, 4 und 5 Jahren realistisch ist
Mit drei Jahren geht es vor allem um die Freude am Klang: Kinder sprechen Reime mit, ergänzen das letzte Wort einer Zeile und merken, dass etwas „lustig klingt“. Eigene Reimwörter zu finden ist in diesem Alter noch selten.
Mit vier bis fünf Jahren können viele Kinder erkennen, ob sich zwei Wörter reimen, und finden erste eigene Reimwörter, oft auch erfundene. Im letzten Jahr vor der Schule klappt das Weiterreimen bei den meisten Kindern schon gut. Die Unterschiede sind groß, und das ist normal. Kinder, die mit mehreren Sprachen aufwachsen, brauchen manchmal etwas länger, bis sie im Deutschen sicher reimen.
Vom Reimwort zum Kinderreim
Wenn die Gruppe Reimwörter sicher findet, ist der nächste Schritt ein ganzer Reim. Kurze Gedichte zum Mitsprechen, vom Apfelbaum bis zum Zwergenreich, findest du bei den Kinderreimen für Kita und Kindergarten. Dort fehlt am Zeilenende oft genau das Wort, das die Kinder selbst ergänzen können.
Auch Lieder sind Reimtraining: In den einfachen Kinderliedern reimen sich fast alle Zeilenenden, und gesungen bleiben die Paare noch schneller hängen.
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Häufige Fragen zu Reimwörtern für Kinder
Was sind einfache Reimwörter für Kinder?
Am einfachsten sind kurze Wörter, bei denen nur der erste Laut wechselt, zum Beispiel Haus und Maus, Topf und Kopf, Kuh und Schuh oder Fisch und Tisch. Wörter, die Kinder kennen und zeigen können, machen den Einstieg leichter.
Ab wann können Kinder reimen?
Mit drei Jahren sprechen viele Kinder Reime mit und ergänzen bekannte Reimwörter. Mit vier bis fünf Jahren erkennen viele, ob sich zwei Wörter reimen, und finden erste eigene Reimwörter. Die Unterschiede zwischen Kindern sind groß und normal.
Wie übt man Reimen im Kindergarten?
Am besten spielerisch und kurz: mit dem Reimball im Morgenkreis, einem Reimsäckchen mit Gegenständen, die sich paarweise reimen, oder der Frage, welches von drei Wörtern nicht passt. Ein paar Minuten am Tag reichen.
Zählen erfundene Wörter beim Reimen?
Ja. Wenn ein Kind auf Maus mit einem Fantasiewort wie Daus antwortet, hat es den Endklang erkannt. Quatschreime zeigen, dass das Prinzip verstanden ist.
Wo finde ich passende Kinderreime zum Üben?
Kurze Reime zum Mitsprechen und Ausdrucken stehen bei den Kinderreimen für Kita und Kindergarten. Viele weitere Kindergedichte, Lieder und Fingerspiele für das ganze Kita-Jahr findest du im Kita-Ideen Paket.